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Photovoltaik - Stromspeicher, Preise und Förderung

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Einfamilienhaus mit Photovoltaik-Anlage

Grüner Strom vom Hausdach: Mit einer Photovoltaik-Anlage und einem Stromspeicher können Sie Ihren eigenen Strom produzieren und so den steigenden Preisen entgegenwirken.

Denn mit einer Photovoltaik-Anlage profitieren Sie doppelt: Den günstigen, eigen-produzierten Strom können Sie für den Eigenverbrauch nutzen und den Rest speisen Sie ins öffentliche Stromnetz und verkaufen diesen an den lokalen Energieversorger.

Doch wie genau funktioniert eine Photovoltaik-Anlage und wie viel Geld bekommt man für seinen Strom?


Auf dieser Seite


Allgemeines zum Thema Photovoltaik in der Schweiz

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PV auf Einfamilienhaus

Beim Thema Photovoltaik geht häufig einiges drunter und drüber, wenn gleichzeitig der Begriff «Solaranlage» im Spiel ist. Zur Kategorie Photovoltaik gehören aber tatsächlich nur solche Anlagen, die mit Hilfe von Sonnenenergie Strom gewinnen, der privat genutzt oder gegen eine Vergütung ins öffentliche Netz eingespeist werden kann.

Grundlagen für diese Technik wurden bereits 1873 geschaffen, in den darauf folgenden Jahrzehnten fand sie immer mehr Anklang. Besonders infolge der Tschernobyl-Katastrophe suchten viele Menschen nach Alternativen zur Atomkraft. In der Schweiz breiteten sich Solaranlagen langsamer aus.

Erst 1982 ging die erste Photovoltaik-Anlage der Schweiz ans Netz und bis heute hinkt das Land seinen Nachbarn hinterher. Mit dem aktuellen Aufkommen immer günstigerer Stromspeicher ist gewissermassen ein «Photovoltaik-Hype» in der Schweiz angebrochen, weil viele Eigenheimbesitzer nun die Möglichkeit haben, technisch, wie auch wirtschaftlich, grosse Teile des Photovoltaik-Stroms auch dann zu nutzen, wenn gar keine Sonne scheint.

Solarthermie zählt auch zu den Solaranlagen

Solaranlagen werden in der Schweiz zwar häufig mit der Photovoltaik-Technik assoziiert, aber neben diesen Anlagen zur Stromgewinnung existiert auch die Solarthermie, mit deren Hilfe Sonnenenergie in Heizwärme umgewandelt werden kann. Wenn Sie vor der Wahl für die eine oder andere Variante stehen, sollten Sie sich jedoch in jedem Fall für die Photovoltaik entscheiden, da sie sich schneller amortisiert und somit rentabler ist.

Das gilt umso mehr, wenn sie die Photovoltaik-Anlage in Kombination mit einer Wärmepumpe betreiben und somit auch Heizkosten sparen. Weitere Informationen zu Solarthermie (Solaranlage als Heizung) finden Sie hier.


Vorteile und Nachteile

Eine eigene Photovoltaik-Anlage hat natürlich nicht nur Vorteile. Hier finden Sie deshalb die wichtigsten Vorteile und Nachteile der solaren Stromgewinnung im direkten Vergleich. Im Allgemeinen gilt dabei immer: Wirkliche Nachteile hat eine Photovoltaik-Anlage nicht - die Wirtschaftlichkeit hängt einfach immer sehr stark von den Rahmenbedingungen ab.

Vorteile

 

Grüner Strom vom eigenen Dach

 

In fast allen Haushalten geeignet, um steigenden Strompreisen entgegenzuwirken

 

Hohe Rendite möglich

Nachteile

 

Rahmenbedingungen entscheiden über Wirtschaftlichkeit

 

Geringe Einspeisevergütung in einigen Regionen

Energiebilanz von Photovoltaik-Anlagen (ökologischer Fussabdruck)

Bei einer Technologie wie Photovoltaik, die zumindest nach aussen ein sehr umweltfreundliches Image hat, lohnt sich ein Blick «hinter die Kulissen» also auf den ökologischen Fussabdruck. Für die Herstellung von Solar-Modulen wird immerhin auch Energie aufgebracht und wenn diese während der gesamten Betriebsdauer nicht wieder «hereingeholt» wird, dann hat das Ganze natürlich wenig mit Nachhaltigkeit zu tun.

Im Gegensatz zur wirtschaftlichen Amortisation spricht man hier von der ökologischen Amortisation und diese stellt sich bei einer Photovoltaik-Anlage tatsächlich sehr schnell ein. Zur Berechnung der ökologischen Amortisationsdauer teilt man die Energiemenge, die für die Herstellung und Installation einer Photovoltaikanlage aufgebracht werden muss, durch die Energiemenge, die künftig pro Jahr erzeugt und verwendet werden kann.

Laut dem Frauenhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE dauert es ca. 2.5 Jahre bis in unseren Breitengraden eine PV-Anlage ökologisch amortisiert ist. Wenn also für die Herstellung und Installation einer Photovoltaik-Anlage mit einer Leistung von ca. 10 Kilowatt-Peak insgesamt 25'000 Kilowattstunden (kWh) an Energie verwendet wurden und diese Anlage im Betrieb 10'000 kWh pro Jahr erzeugt, ergibt sich eine ökologische Amortisation von 2.5 Jahren.

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Aufbau und Funktionsweise einer Photovoltaik-Anlage

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Vereinfachter Photovoltaik-Aufbau

Ganz einfach gesagt, erzeugt eine Photovoltaik-Anlage Strom, wenn Sonnenlicht auf ihre Oberfläche trifft. Physikalische Abhandlungen gibt es über diesen Prozess viele, aber wir wollen uns hier nur auf die zentralen Punkte konzentrieren.

Treffen Licht-Photonen auf das Silizium in einer Photovoltaik-Zelle, dann «lösen» sie dort ein Elektron (negativ geladen) ab (regen es zur Bewegung an), welches wiederum ein positiv geladenes «Loch» hinterlässt. «Loch» und Elektron streben im Normalfall eine sofortige Wiedervereinigung an.

Behindert man diesen Vorgang allerdings durch die gezielte Zugabe von Fremdatomen (ein sogenannter pn-Übergang mit Bor oder Phosphor), dann kann das Elektron nur über Umwege zurück zu einem «Loch-Partner» - diesen Umweg bildet ein angeschlossener Stromkreis. Wandern die Elektronen hindurch, dann wird dabei Strom erzeugt und auf dem Rückweg zur Photovoltaik-Zelle können Elektronen dann die zuvor geschaffenen «Löcher» wieder füllen.

Durch das Auftreffen von Licht-Photonen wird dieser Vorgang jedes Mal aufs Neue ausgelöst. Damit nun tatsächlich Strom aus der Haushalts-Steckdose kommen kann, ist natürlich noch einiges mehr nötig, als diese physikalische Grundlage. Deshalb finden Sie im Weiteren die wichtigsten Bestandteile einer Photovoltaik-Anlage:

Solar-Module

In den Solar-, bzw. Photovoltaik-Modulen findet der eben beschriebene Vorgang statt. Der Aufbau solcher Module ist zwar immer relativ ähnlich, es muss aber trotzdem zwischen 4 grundlegenden Typen von Solar-Modulen unterschieden werden:

1) Monokristalline Photovoltaik-Module bieten sehr viel Wirkungsgrad auf kleiner Fläche, aber sind damit auch entsprechend teurer als 2) polykristalline Module, die eingesetzt werden, wenn genügend Dachfläche vorhanden ist. 3) Dünnschicht-Module sind eine etwas neuere Entwicklung. Sie haben insgesamt einen geringen Wirkungsgrad, sind jedoch sehr wärmeresistent und günstig. 4) CIGS-Module sind eine Weiterentwicklung der Dünnschicht-Module und bieten besonders bei schwachem Licht eine gute Leistung.

Montagesystem

Die Photovoltaik-Module werden immer auf einer Art Gestell befestigt und niemals weder auf dem Dach, noch ebenerdig einfach «abgelegt». Bei den meisten Dächern dient das Montagesystem lediglich zur Befestigung, weil die Dachneigung bereits ausreicht, um genügend Sonnenlicht abzufangen. Bei ebenerdiger Aufstellung auf Flachdächern dient ein Montagesystem auch wesentlich dazu, die gewünschte Neigung der Solar-Module zu erreichen.

Eine Ausnahme gibt es nur bei der Indach-Montage - hier werden die Solar-Module direkt auf dem Dach und ohne Montagesystem, anstelle von Dachziegeln, befestigt. Dasselbe gilt für spezielle Solardachziegel. Eine weitere, noch wenig verbreitete Methode stellt die Fassadenmontage dar.

Bei einer sogenannten Solarfassade werden die Photovoltaik-Panele auf einer hinterlüfteten Vorhangfassade angebracht. Ihr großer Vorteil ist, dass sie nicht an die Ausrichtung des Daches angewiesen sind. So lässt sich mit Fassadenmodulen auch in den Abendstunden noch Strom produzieren.

Wechselrichter

Der Wechselrichter (auch Solar-Wechselrichter oder Inverter genannt) ist neben den Modulen der wichtigste Bestandteil Ihrer Photovoltaik-Anlage. Da eine Solaranlage immer nur Gleichstrom gewinnt, muss dieser für die Nutzung im Haushalt oder für die Einspeisung erst in Wechselstrom umgewandelt werden.

Wechselrichter sind hohen Belastungen ausgesetzt und haben bei günstigen Baureihen meist nur eine Haltbarkeit von 10 Jahren, während die restliche Photovoltaik-Anlage mindestens doppelt so lang Strom gewinnen kann. Wer hier Qualität sucht, sollte etwa 15 bis 20 % der Anlagen-Kosten für einen hochwertigen Wechselrichter berücksichtigen.

Steuerzentrale und Zähler

Fast jede Photovoltaik-Anlage wird mit einer rudimentären Steuerzentrale ausgeliefert, um die Leistung zu überwachen. Wer hier mehr investiert, erhält dementsprechend auch ausgefeiltere Anlagen, die sich mit Smart-Home-Systemen kombinieren lassen. Nebendran oder integriert in dieser Steuerzentrale hat jede Photovoltaik-Anlage auch verschiedene Zähler, die je nachdem den Strombezug, den Eigenverbrauch und die Einspeisemenge messen.

Anschlüsse und Kabel

Letztendlich muss eine Photovoltaik-Anlage auch ordentlich verkabelt sein, um Strom zu gewinnen und diesen ins öffentliche Netz einzuspeisen. Besonders der Anschluss an das öffentliche Netz Bedarf einiger Aufmerksamkeit. Für den Netzanschluss muss ein Anschlussgesuch an den zuständigen Netzbetreiber gestellt werden.

Das Anschlussgesuch beinhaltet Angaben zum Standort des Anschlusses, der Nennleistung der Photovoltaikanlage, die maximal mögliche Einspeisekapazität und technischen Details. Nach erfolgreicher Anmeldung über das Anschlussgesuch erteilt der Netzbetreiber je nach Möglichkeiten eine Anschlussbewilligung oder unterlegt ein Angebot für den Netzausbau.

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Photovoltaik-Preise im Vergleich (CHF)

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Grüner Strom mit Photovoltaik

An dieser Stelle versuchen wir für Sie die einzelnen Kosten-Punkte einer Photovoltaik-Anlage inklusive Montage so einfach wie möglich aufzuschlüsseln. Beachten Sie jedoch, dass alle Bestandteile einer solchen Anlage ohnehin nur im Verbund funktionieren und es daher nicht immer sinnvoll ist, die Kosten für Module oder Wechselrichter getrennt zu betrachten.

Für normale Einfamilienhäuser rechnet man meist um die 10 Kilowatt-Peak (kWp), was etwa einer Dachfläche von 60 m² entspricht. Solch eine Photovoltaik-Anlage kostet inklusive Montage, aber ohne Stromspeicher CHF 20'000 bis 25'000 und gewinnt zwischen 8'000 und 9'500 kWh Strom pro Jahr.

Inklusive Stromspeicher liegen Sie preislich etwa bei CHF 35'000. Geht der Wechselrichter nach etwa 10 Jahren kaputt (was bei günstigeren Modellen durchaus passieren kann), dann fallen hierfür noch einmal zusätzlich CHF 2'000 bis 3'000 für den Ersatz-Wechselrichter an.

PV-Bestandteil Kosten
Solar-Module CHF 7'200 - 9'000
Wechselrichter CHF 3'400 - 4'250
Steuerung CHF 2'000 - 2'500
Montagesystem und Kleinteile CHF 1'800 - 2'250
Einbau und Inbetriebnahme CHF 5'600 - 7'000
Gesamt-Kosten (ohne Erweiterungen) CHF 20'000 - 25'000
Gesamt-Kosten (abzgl. Förderung) CHF 15'200 - 20'200
Optimierte Steuerung + CHF 2'500 - 3'000
Stromspeicher + CHF 10'000 - 13'000

Staatliche Förderung für Photovoltaik in der Schweiz

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Photovoltaik-Förderung

Im Bereich Photovoltaik gibt es grundsätzlich zwei verschiedene Fördermodelle. Zum einen die sogenannte Kostendeckende Einspeisevergütung (KEV) und zum anderen die Einmalvergütung (EIV).

Die KEV-Förderung muss in jedem Einzelfall gesondert beantragt und bewilligt werden, was zusammen mit der hohen Nachfrage seit 2011 zu einem Förderungs-Stau geführt hat. Auf der derzeitigen Warteliste befinden sich noch über 30'000 Anträge, sodass man als Privatperson mit der kostendeckenden Einspeisevergütung als Photovoltaik-Förderung eigentlich nicht mehr rechnen sollte.

Mit der Einmalvergütung gibt es aber eine gute Alternative für kleine Anlagen bis 100 kWp. Diese Förderung wird seit 2018 an jeden berechtigten Antragsteller ausgezahlt, sodass auch Sie als Privatperson in der Schweiz eine gute Chance auf diese Photovoltaik-Förderung haben. Bis 2017 gab es noch ein Wahlrecht für Anlagenbesitzer, dieses steht aber seit 2018 nur noch Betreibern grösserer Anlagen zu. Strom können Sie trotzdem ins öffentliche Netz einspeisen - nur eben häufig zu geringeren Preisen als bei der KEV.

Hinweis: Wer in den Kantonen Appenzell-Ausserrhoden oder Thurgau die Anschaffung einer Photovoltaik-Anlage plant, sollte bei der Wahl der Ausstattung berücksichtigen, dass dort seit Beginn des Jahres 2018 auch Stromspeicher förderfähig sind.

Kostendeckende Einspeisevergütung (KEV) - kaum zu bekommen

Wem die kostendeckende Einspeisevergütung einmal bewilligt wurde, der kann sich freuen. Diese Förderung für Photovoltaik-Anlagen in der Schweiz beträgt aktuell zwar nur noch 13.7 Rappen pro eingespeister Kilowattstunde Strom, aber bei einer Inbetriebnahme bis vor 2 Jahren lag die Vergütung für 15 Jahre bei 23.4 Rappen.

Die KEV soll allerdings bis 2022 auslaufen. Ab dann werden keine neuen Anlagen mehr in das Fördersystem aufgenommen. Inzwischen hat sich eine lange Warteliste gebildet. Diese kann voraussichtlich bis zum Anmeldedatum vom 30. Juni 2012 abgebaut werden. Neuanmeldungen haben unter den aktuellen gesetzlichen Bedingungen kaum mehr eine Chance, eine KEV zu erhalten. Für grosse Anlagen kann aber neu auch die Einmalvergütung beantragt werden.

Ab 100 kWp Photovoltaik-Leistung besteht die Möglichkeit, sich für die KEV zu bewerben, aber die Chancen stehen (wie bereits erwähnt) eher schlecht. Eigenheimbesitzer müssen sich mit der kostendeckenden Einspeisevergütung daher eigentlich überhaupt nicht auseinandersetzen.

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Einmalvergütung + Einspeisung als Alternative

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Einmalvergütung für PV

Die bessere Förderung für neue Photovoltaik-Anlagen gibt es mit der Einmalvergütung. Hier erhalten Sie unterm Strich natürlich deutlich weniger Geld als bei der KEV, aber mit der richtigen Anlagen-Dimensionierung und eventuell einem Stromspeicher ist dies genau die richtige Förderung für Haushalte, die ihren Photovoltaik-Strom ohnehin grösstenteils für den eigenen Bedarf nutzen möchten.

Beantragung und Auszahlung der Einmalvergütung läuft komplett über Pronovo (Tochterunternehmen von Swissgrid). Für die Beantragung finden Sie auf der Webseite von Pronovo ein Formular und weitere Informationen. Wurde Ihr Antrag bewilligt (was nahezu immer der Fall ist), dann erhalten Photovoltaik-Anlagen bis 100 kWp eine einmalige Förderung über CHF 1'400 als Grundförderung und dazu CHF 340 pro kWP Photovoltaik-Leistung (Stand: April 2019).

Für 10 kWp gibt es also aktuell CHF 4'800. Zusätzlich zur Einmalvergütung können Sie überschüssigen Strom an die örtlichen Elektrizitätswerke verkaufen. Anders als bei der KEV sind Sie hier jedoch von den Preisen der jeweiligen Käufer abhängig. Die Vergütung für eingespeisten Strom setzt sich bei den meisten Elektrizitätswerken aus 2 Positionen zusammen: Zum einen bekommen Sie im Durchschnitt etwa 5 bis 7 Rappen pro kWh für den eigentlichen Strom, zum anderen noch mal durchschnittlich 5 bis 6 Rappen als Vergütung für die Erzeugung durch Erneuerbare Energien.

Bezüglich letzterem spricht man offiziell von einer Vergütung für den Herkunftsnachweis (HKN) - es handelt sich dabei im Prinzip nur um eine Bescheinigung, aber diese HKN-Bescheinigungen haben auf dem Strommarkt einen Wert, der sie gewissermassen zur Handelsware macht.

Die nachfolgende Grafik zeigt eine Auswahl der Einspeisevergütungen im Jahre 2019 für verschiedene Städte und Gemeinden in der Schweiz.

Bild: Eine Infografik über die Vergütung für PV-Strom
Wie viel Geld kriegen Sie für Ihre Kilowattstunde Strom?

Stromspeicher für Photovoltaik

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Ausführliche Planung

Angekurbelt durch die Elektromobilität, gibt es bei Photovoltaik-Anlagen aktuell einen echten Hype um Stromspeicher. Besonders im privaten Bereich sind Stromspeicher zwar schon immer eine gute Lösung gewesen, um den eigenen Solar-Strom auch nachts zu nutzen, aber bis vor kurzem war die Anschaffung eines solchen Speichers einfach viel zu teuer.

Durch steigende Strom-Preise und sinkende Speicher-Preise wird es jedoch immer wirtschaftlicher, eine Photovoltaik-Anlage mit Stromspeicher hauptsächlich für den eigenen Strombedarf zu nutzen. Neben vielen anderen technischen Möglichkeiten kommen heute fast nur noch sogenannte Lithium-Ionen-Speicher zum Einsatz, die sich bereits millionenfach in Laptops oder Mobiltelefonen bewährt haben.

Kleine und günstige Stromspeicher erobern durchaus den Markt, sind allerdings zurzeit in Verbindung mit einer Photovoltaik-Anlage noch keine Pauschallösung, um Geld zu sparen. Ökologisch macht der Kauf eines Stromspeichers zwar immer Sinn, bei zusätzlichen Anschaffungs-Kosten zwischen CHF 9'000 und 13'000 sollten die Anlage und der eigene Strombedarf genau aufeinander abgestimmt sein, da sich die Investition sonst einfach nicht rentiert.

Bei häufig verkauften Standardpaketen aus Photovoltaik-Anlage und Stromspeicher sollten Sie also immer kritisch hinterfragen, ob solch ein Angebot wirklich auf Ihr Eigenheim zugeschnitten ist.

Vorteile mit Stromspeicher

 

Eigenverbrauch wird erhöht

 

Kann kleinere PV-Anlagen wirtschaftlicher machen

 

Umweltfreundlicher Strom ohne Netzverluste

Nachteile mit Stromspeicher

 

Amortisation (noch) nicht immer möglich

 

Zusätzliche Kosten (ca. CHF 10'000)

 

Massentauglichkeit erst in 3 - 5 Jahren


Grösse: Rechner für Photovoltaik und Stromspeicher

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Ausführliche Planung

Für die meisten neuen Photovoltaik-Anlagen wird es nur eine geringe Einspeisevergütung geben, weshalb grössere Anlagen nicht zwingend mehr Geld sparen, beziehungsweise einbringen. Für normale Einfamilienhäuser (3 bis 4 Personen) sollten die Photovoltaik-Anlage und der Stromspeicher daher genau dem Energiebedarf und dem Lebensstil der Bewohner entsprechen.

Es muss bei jeder Immobilie aufs Neue berechnet werden, wie gross die Photovoltaik-Anlage sein muss, weil dabei die Arbeitszeiten, vorhandene Elektrogeräte, Wasch-Gewohnheiten und auch Schlafenszeiten eine Rolle spielen. Ausserdem muss die Einspeisevergütung des örtlichen Elektrizitätswerkes mit einbezogen werden - der Werkbetrieb EW der Politischen Gemeinde Amlikon-Bissegg (Kanton Thurgau) bezahlt beispielsweise 25 Rappen pro eingespeister kWh, während man im selben Kanton von Elektra Wuppenau nur 3.75 Rappen für seinen Strom bekommt (Stand: 2019).

Hat man Aussicht auf eine gute Einspeisevergütung, dann lohnt sich auch die Investition in grössere Anlagen, da hier der Quadratmeter-Preis im Schnitt günstiger ist und sich die Amortisationsdauer durch die hohe Einspeisevergütung verkürzen kann. Natürlich gibt es einen gewissen Spielraum bei der Planung, aber wer wirklich viel Geld beim Strom-Bezug sparen will, der muss die Photovoltaik-Anlage an das eigene Leben anpassen oder umgekehrt. Auch ein Stromspeicher verändert die Gesamtbilanz Ihrer Einsparungen, weshalb eine solche Anschaffung wohl überlegt sein will.

Photovoltaik-Rechner (auch für Stromspeicher)

In Zusammenarbeit mit den Centralschweizerischen Kraftwerken (CKW) können wir unseren Lesern den praktischen Photovoltaik-Rechner anbieten. Die Applikation ermöglicht Ihnen, ganz leicht von zu Hause aus die eigene Photovoltaik-Anlage zu planen. Sie sehen im Rechner, wie viel Dachfläche benötigt wird, und welche Renditen mit und ohne Stromspeicher zu erwarten sind.

PV-Rechner nutzen und Sparpotential ermitteln


Grösse der Dachfläche

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PV-Einbau auf Flachdach

Die Photovoltaik-Grösse ist bezogen auf die Dachfläche auch nur eine recht grobe Orientierung. Rechnen Sie im Durchschnitt etwa mit 6 m² pro kWp. Bei 8 bis 10 kWp (Einfamilienhaus) benötigen Sie also 48 bis 60 m² Dachfläche, um eine Photovoltaik-Anlage dieser Grösse installieren zu können.

Die benötigte Dachfläche hängt auch immer von der Art der Photovoltaik-Module apvb - besonders effiziente Module benötigen natürlich weniger Fläche, um dieselbe Strommenge zu gewinnen, wie weniger effiziente Anlagen. Die geringste Dachfläche mit dem höchsten PV-Ertrag erhalten Sie mit monokristallinen Photovoltaik-Modulen.

Eine bestimmte Rolle für den möglichen Maximalertrag spielt immer auch die Ausrichtung und Neigung des Dachs, auf dem Sie Ihre Solaranlage installieren.

Grösse mit und ohne Stromspeicher

Stromspeicher sind im Bereich Photovoltaik ein heisses Thema, aber mit den aktuellen Preisen rentiert sich eine solche Investition nur selten. Grundsätzlich sollte der Stromspeicher so dimensioniert sein, dass er mindestens einmal pro Tag komplett entladen wird. Es macht keinen Sinn, Strom über mehrere Tage zu speichern, da ja am Folgetag wieder neuer Photovoltaik-Strom hinzukommt.

In einem normalen Haushalt kann tagsüber Strom gespeichert werden, der dann abends verbraucht wird, wenn alle Bewohner zu Hause sind. In Verbindung mit einem Stromspeicher und geringer Einspeisevergütung fallen Photovoltaik-Anlagen meist eher kleiner aus. Kann der Strom allerdings gegen gutes Geld ins öffentliche Netz eingespeist werden, dann sollte die Anlage gross genug sein, um den Speicher zu laden und gleichzeitig noch Überschuss-Strom zum Verkauf zu gewinnen.

Von der Idee einer vollkommenen Strom-Autarkie sollte man sich allerdings verabschieden, da besonders unter Spitzenlast eigentlich immer Strom hinzugekauft werden muss. PV-Anlagen und Stromspeicher, die mehr als die durchschnittliche Grundlast speichern könnten, wären die meiste Zeit des Tages überdimensioniert und damit nicht rentabel.

Komplette Autarkie ist selten sinnvoll

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Stromspeicher

Die Stromspeicher-Technologie kann leicht suggerieren, dass man sich vom öffentlichen Stromnetz abkapseln kann - das ist aus technischen Gründen nicht möglich und zudem auch äusserst unwirtschaftlich. Hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit sind besonders zwei Begriffe von grosser Bedeutung: Eigenverbrauch und Autarkie.

Der Eigenverbrauchsanteil beschreibt die Menge des Photovoltaik-Stroms, der tatsächlich im eigenen Haushalt genutzt werden kann. Der Autarkiegrad beschreibt hingegen, wie viel oder wie wenig Strom aus dem öffentlichen Netz hinzugekauft werden muss. Wenn der jährliche Strombedarf bei 4'000 kWh liegt, die Photovoltaikanlage 1'000 kWh liefert und davon auch 1'000 kWh des Photovoltaik-Stroms im eigenen Haus genutzt werden, dann liegt der Eigenverbrauchsanteil bei 100 %, aber der Autarkiegrad nur bei 25 %.

Ein Autarkiegrad von 100 % wird kaum zu realisieren sein, ohne eine riesige Photovoltaik-Anlage samt ebenso grossem Stromspeicher anzuschaffen. Der Strombedarf muss nämlich nicht nur im jährlichen Durchschnitt betrachtet werden, denn schaltet man alle Elektrogeräte gleichzeitig ein, dann wird in diesem Moment viel mehr Strom benötigt, als eine normale Photovoltaik-Anlage liefern kann.

Hier wird es nahezu immer günstiger sein, den zusätzlichen Strom für diesen kurzen Moment hinzuzukaufen, anstatt mehrere tausend Schweizer Franken in eine grössere Anlage zu stecken. Ebenso wird es über ein ganzes Leben gerechnet immer günstiger sein, ein Auto zu kaufen, statt dieses selbst in einer privaten Fabrik herzustellen.

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Wirtschaftlichkeit und Eigenverbrauch

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Mit PV Geld verdienen

Eine Photovoltaik-Anlage schaffen sich die wenigsten Menschen aus reinem Idealismus an. Ohne Rendite ist die Investition in Photovoltaik einfach verschenktes Geld. Wir möchten Ihnen hier deshalb so realitätsnah wie möglich aufzeigen, wie wirtschaftlich eine Photovoltaik-Anlage in der Schweiz sein kann.

Um die Wirtschaftlichkeit einer solchen Anlage zu ermitteln, benötigen wir zunächst einen Vergleichswert. Hier nimmt man in der Regel die vorhandenen Ausgaben für Strom und bezieht eine realistische Preissteigerung für die Zukunft mit ein. Bei einem halbwegs modernen Einfamilienhaus mit 4 Bewohnern ist ein jährlicher Stromverbrauch von etwa 4'500 kWh realistisch.

Bei einem Strompreis von durchschnittlich 22 Rappen pro kWh fallen fallen also pro Jahr Kosten über CHF 900 an. Blicken wir 25 Jahre in die Zukunft, dann wären inklusive jährlicher Preissteigerung von 2.1 % insgesamt CHF 32'118 an Stromkosten angefallen. Dem können wir nun die Anschaffung einer Photovoltaik-Anlage gegenüberstellen.

Das Kosten-Optimum liegt häufig bei 2 kWp PV-Leistung pro Megawattstunde Strombedarf, kann in vielen Fällen aber auch abweichen, weil jede Anlage speziell auf jedes Haus zugeschnitten ist. Für unser Beispiel benötigen wir 8 kWp. So kommen die meisten Haushalte auf einen Eigenverbrauchsanteil von 30 % und bezahlen für die Anschaffung der Photovoltaik-Anlage inklusive Einbau und Einmalvergütung (mehr zur Förderung) etwa CHF 15'000.

Produzieren wird diese Anlage etwa 7'200 Kilowattstunden Strom pro Jahr. Davon können 5'040 kWh verkauft (70 %) und 2'160 kWh selber genutzt werden (30 %). Offen sind dann noch 2'340 kWh Strom, die hinzugekauft werden müssen und pro Jahr 1 % der Investitionskosten als Ausgaben für Instandhaltung. In der folgenden Tabelle finden Sie eine Beispielrechnung für einen Strombedarf von 4'500 kWh. Das entspricht einem Strompreis von 22 Rappen pro kWh bei einer Preissteigerung pro Jahr von 2.1 %.

PV-Anlage Kennzahl
PV-Ertrag pro Jahr 7'200 kWh
PV-Kosten (inkl. Förderung) CHF 15'000
Instandhaltung pro Jahr CHF 200
Eigenverbrauch (30 %) 2'160 kWh
Strom zur Einspeisung (70 %) 5'040 kWh
Übriger Strombedarf 2'340 kWh

Es gibt einige Möglichkeiten, wie Sie Ihren Eigenverbrauch optimieren können. Den ganzen Artikel zur Eigenverbrauchsoptimierung lesen Sie hier.

Normale Amortisationsdauer

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Photovoltaik im EFH

Die Amortisation einer Photovoltaik-Anlage hängt wesentlich von einigen zentralen Faktoren ab. Dazu zählen hauptsächlich die angenommene Preissteigerung beim Strom, die Einspeisevergütung der örtlichen Elektrizitätswerke, die Höhe des Eigenverbrauchs und natürlich die Kosten für die Photovoltaik-Anlage selbst.

Mit pessimistischen Grundannahmen kommt man in einigen Kantonen auf eine Amortisationsdauer von mindestens 15 Jahren. Anzunehmen ist eine Anlagen-Lebensdauer von mindestens 25 Jahren, wobei die Leistung nach 20 Jahren unter 80 % liegen wird.

Diese Rechnung repräsentiert jedoch nur ein Szenario von vielen. Vom Werkbetrieb EW der Politischen Gemeinde Amlikon-Bissegg gibt es beispielsweise 25 Rappen pro eingespeister Kilowattstunde Strom - damit würde sich die Amortisation auf 9 Jahre verkürzen. Ebenso verhält es sich mit der angenommenen Preissteigerung beim Strom.

Steigen die Preise für um deutlich mehr als 2.1 %, dann lohnt sich die Anschaffung einer Photovoltaik-Anlage auch viel eher. Letztlich werden künftig vor allem die sinkenden Anschaffungskosten von PV-Modulen dafür sorgen, dass sich solche Anlagen immer früher rentieren.

Standort Strompreis (HT) Einspeisevergütung Eigenverbrauch Amortisation
Amlikon-Bissegg (TG) 21.13 Rp / kWh 25.00 Rp / kWh 30 % nach 9 Jahren
60 %
(mit Speicher)
nach 19 Jahren
Basel 27.84 Rp / kWh 13.00 Rp / kWh 30 % nach 14 Jahren
60 %
(mit Speicher)
nach 19 Jahren
Luzern 19.89 Rp / kWh 11.00 Rp / kWh 30 % nach 19 Jahren
60 %
(mit Speicher)
nach 28 Jahren
Aarau (Aargau) 20.86 Rp / kWh 8.87 Rp / kWh 30 % nach 22 Jahren
60 %
(mit Speicher)
nach 28 Jahren
Bern 21.49 Rp / kWh 6.6 Rp / kWh 30 % nach 25 Jahren
60 %
(mit Speicher)
nach 29 Jahren
Wuppenau (TG) 18.34 Rp / kWh 3.75 Rp / kWh 30 % nach 30+ Jahren
60 %
(mit Speicher)
nach 30+ Jahren

Quelle Strompreise: Eidgenössische Elektrizitätskommission ElCom; Quelle Einspeisevergütung: VESE, Stand: Februar 2019

Amortisation eines Stromspeichers

Die Amortisation eines Stromspeichers ist in der Schweiz (wie auch anderorts) momentan noch sehr schwer zu erreichen. Grundsätzlich liegt die Amortisationsdauer zwischen 16 und 27 Jahren, was technisch auch in etwa der Lebensdauer eines Stromspeichers entspricht. Konkrete Erfahrungswerte zur realen Lebensdauer fehlen allerdings noch.

Amortisation mit einer Wärmepumpe

Wie bereits erwähnt, hängt die Wirtschaftlichkeit einer Photovoltaik-Anlage auch stark von den örtlichen Rahmenbedingungen ab. Aus diesem Grund wird in jedem Fall aufs Neue berechnet, wie viel Geld eine Photovoltaik-Anlage einsparen kann. Eine vorhandene Wärmepumpe kann sich in vielen Fällen sehr positiv auf die Gesamtbilanz auswirken, weil mit dem eigenen Solar-Strom nicht nur die Stromkosten, sondern auch die Heizkosten sinken.


Unsere Empfehlung

Die Investition in eine Photovoltaik-Anlage lohnt sich aus verschiedenen Gesichtspunkten. Zum einen rentiert sich eine Investition aus finanzieller Sicht. Zum anderen werden Sie ein Stück weit unabhängig und können Ihren selbstproduzierten Öko-Strom nutzen. Weiter leisten Sie damit einen Beitrag zur Erreichung der Energiestrategie 2050.

Photovoltaik-Anlagen bis 100 kWp werden vom Bund mit ca. einem Drittel der Investitionskosten gefördert. Wichtig beim Bau einer Solarstrom-Anlage ist, dass die Grösse der Anlage immer anhand des Verbrauchs im Objekt definiert wird.

Um noch mehr vom selbstproduzierten Ökostrom nutzen zu können, bietet sich der Einsatz eines Stromspeichers an. Die Preise sind in den letzten Jahren stark gesunken, was den Einbau immer interessanter macht. Wichtig ist, dass auch die Speichergrösse anhand des Energieverbrauchs dimensioniert wird.

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Geschrieben von: Frank Weber

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